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Sportarten:
Fussball, Handball, Wasserball, Karate, Radsport, Kickboxen, Schwimmen, Gymnastik, Tennis, Schach
Mitglieder:
3500
100 Jahre TSV Zuffenhausen e.V.
1899 – 1999
Die Anfänge
Es war die Zeit nach den ersten olympischen Spielen der Neuzeit, als die Stammvereine des TSV Zuffenhausen, der Turnerbund und der Kraftsportverein, 1899 gegründet wurden.
Der Turnerbund Zuffenhausen entstand wenige Jahre, nachdem sich eine neue Turnbewegung zuerst in Nord- dann auch in Süddeutschland unter den Arbeitern ausgebreitet hatte, in Zuffenhausen. Mitten in die anfänglichen gesellschaftlichen und sportlichen Erfolge fiel der Ausbruch des ersten Weltkrieges. Der Verein hatte über 70 Tote und Vermisste zu beklagen, dennoch wurde der Verein 1919 weitergeführt. Bald schon war der Turnerbund in sportlicher Hinsicht auf der alten Leistungsstufe angelangt und die Zahl der Mitglieder wuchs von Jahr zu Jahr. Im 25-jährigen Jubiläumsjahr 1924 konnte der Verein auf 425 Mitglieder blicken. Nun begann die Zeit der großen sportlichen Erfolge, bis diese blühende Zeit durch die Nazidiktatur ein jähes Ende fand.
Im selben Jahr wurde der Kraftsportverein von 21 jungen Sportlern im Gasthaus „Zum Bären“ gegründet. Durch sportliche und finanzielle Kraftakte konnte sich der Verein unter dem 1. Vorstand Karl Ulmer prächtig entwickeln. Nach dem ersten Weltkrieg, aus dem zahlreiche Athleten des Kraftsportvereins nicht mehr zurück kehrten, wurde die Vereinsarbeit wieder aufgenommen. „Vorwärts und aufwärts“ war das Losungswort. Weil der Verein bald schon aus allen Nähten platzte, wurde 1925 mit dem Bau eines Sportplatzes auf der Schlotwiese begonnen. Zwei Jahre später wurde die 400-Meter-Aschenbahn sowie eine Holztribüne für 400 Zuschauer fertiggestellt. Neben Schwerathletik bot der Verein auch Boxen, Leichtathletik und Fußball an. Doch auch diese erfolgreiche Zeit wurde durch den zweiten Weltkrieg beendet.
Der Zusammenschluss der Vereine zum TSV Zuffenhausen
Nach dem zweiten Weltkrieg trafen beherzte Frauen und Männer zusammen, um mit dem Wiederaufbau des sportlichen und kulturellen Vereinslebens zu beginnen. Am 1. März 1947 kam es im Gasthaus „Zum Lamm“ zum Zusammenschluss unter dem Namen TSV Zuffenhausen mit den Zuffenhäuser Farben grün und weiß. Neben dem Turnerbund und dem Kraftsportverein schlossen sich die beiden Radsportvereine "Spartania" und "Solidarität" sowie der Schwimmerbund ebenfalls dem neu gegründeten Verein an. Erster Vorsitzender war damals Paul Wahl.
Der Radfahrerverein "Spartania" existierte bereits seit 1904. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges gab es spannende Straßenrennen in Zuffenhausen und Feuerbach. 1925 bis 1927 wurde der schon lang gehegte Plan einer Radrennbahn in Zuffenhausen Wirklichkeit. In dieser Zeit gab es große sportliche Erfolge, etwa die Deutsche Meisterschaft im Sechser-Kunstreigen. Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges galt die "Spartania" als erfolgreichster Verein des Landes.
Der Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbund "Solidarität" entstand aus dem Verein "Wanderlust" heraus. Selbst im Langsamfahren wurden Preise vergeben. Beim 25-jährigen Jubiläum 1929 konnten zahlreiche Erfolge eingefahren werden; der Verein war in ganz Deutschland unterwegs und holte sich viele Titel.
Der Schwimmverein Zuffenhausen wurde 1924 ins Leben gerufen. Ein Gelände am Neckarstrand stand den Mitgliedern für ihre sportlichen Aktivitäten zur Verfügung. Auf dem Gelände entstand ein Clubhaus und im dort stark strömenden und tiefen Flussbett eine Schwimmergasse für Nichtschwimmer. 1932 fanden die sportlichen Aktivitäten im neu gebauten Kornwestheimer Hallenbad statt. Die Schwimmer des Vereins waren auf vielen Wettkämpfen erfolgreich. Doch auch hier hat der zweite Weltkrieg das Vereinsleben empfindlich gestört.
Die zweite Hälfte des Jahrhunderts
Im 50-jährigen Jubiläumsheft 1949 stand geschrieben: "Der Jubiläumsausschuß wünscht dem Verein, daß die 2. Hälfte des Jahrhunderts die Überwindung aller jener hemmenden Erscheinungen bringt, die bisher dem Sport zum Nachteile gereichten." Dieser Wunsch ging für den TSV in Erfüllung. Von hemmenden Ursachen, wie Krieg, blieb Deutschland verschont. Der Verein entwickelte sich prächtig und konnte immer mehr Sportarten anbieten. In vielen Abteilungen gab es herausragende Ergebnisse und Leistungen. Zum 100-jährigen Jubiläum blickt der Verein nicht nur stolz auf die Turn-, Schwimm- und Radsportabteilung, die zu den Pionieren des TSV gehören, sondern auch auf seine anderen Abteilungen, die im Laufe der Jahre hinzukamen:
Viele Erfolge wurden der Fußballabteilung beschert: In den 50-er Jahren stiegen die Kicker in die damalige 2. Amateurliga auf. Dann folgte ein Abstieg in die B-Klasse. Wenig später jedoch ging es wieder aufwärts in die A-Klasse und 1966 wurde sogar die Meisterschaft errungen, wo sich die Fußballer lange behaupten konnte. Einen weiteren großen Erfolg errangen die Fußballer 1998, als die erste Herrenmannschaft ihr Meisterstück schaffte: den Aufstieg in die Bezirksklasse.
Zu den Höhepunkten der Handballabteilung zählen die Teilnahme um die Deutsche sowie um die Süddeutsche Meisterschaft und die Berufungen von Hermann "Bubbes" Graf und Jörg Steinle in die deutsche Nationalmannschaft. Vierzehn Jahr lang gehörten die Spieler der Oberliga Württemberg an und wurden in dieser Zeit zwei Mal Meister.
Mit dem Boom der Karate- und Kung-Fu-Filme in den 70-er Jahren wuchs die Mitglieder-Anzahl der 1969 gegründeten Karateabteilung enorm. Es konnte eine Kampfmannschaft gebildet werden, welche bei Bezirks- und Württembergischen Meisterschaften beachtliche Erfolge erzielte.
Die Schachabteilung (gegründet 1921) ist stolz darauf, durch die Zusammenarbeit mit etlichen Schulen viele jugendliche Mitglieder für das Schachspiel begeistern zu können. Die erste Mannschaft spielt in der Landesliga, die zweite in der A-Klasse.
Die erste Mannschaft der Herren der Tennisabteilung (gegründet 1974) beweist sich in der Verbandsliga und hat 1998 nur knapp den Aufstieg verpasst. Dank der Kooperation mit Blau-Weiss ist es möglich, durch die Konkurrenz die Intensität des Trainings zu erhöhen.
Die 1988 gegründete Kick-Box- und Nahkampfkarate-Abteilung steht und fällt mit dem Namen Gerhard Heyer. Dieser bewarb sich im TSV-Jubiläumsjahr um die "Offenen Süddeutschen Kick-Box-Meisterschaften" und hatte Erfolg: Die Meisterschaften wurden in der Talwiesenhalle ausgetragen und fanden großen Anklang.
Die Faustball-Abteilung ist zwar klein, doch hier wird dennoch mit viel Leidenschaft und Eifer dem Sport gefrönt.
Die Vereinsvorstände des TSV Zuffenhausen nach 1945:
1947 – 1958 Paul Wahl
1959 – 1963 Hans Krausse
1964 – 1970 Richard Vogel
1971 – 1974 Harry Klett
1975 – 1980 Heinz Prell
1981 – 1981 Erwin Schöler
1982 – 1986 Klaus Horch
1987 – 1992 Willy Schal
1993 – 2001 Werner Sass
Im Jahr 2001 wurde die Satzung geändert: Ab sofort sollten sieben gleichberechtigte Personen im Vorstand sein.
2001 bis 2003
Werner Sass
Gerhard Wörn
Gerd Hartung
Werner Bartl
Edmund Benz
Udo Zipfenpfennig
Helmut Joneleit
2003 bis 2007
Gerd Hartung
Edmund Benz
Johann Wendl
Werner Bartl
Helmut Joneleit
Harald Seeger
seit 2007
Gerd Hartung
Edmund Benz
Johann Wendl
Werner Bartl
Helmut Joneleit
Harald Seeger
Erhard Schneider
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